Vielleicht ist Pfingsten einfach nur… ein Ball im Wind
Pfingstmontag. Ein Dreijähriger steht vor mir. Mit einem Wunsch, der so einfach klingt und dabei alles ist: „Ich will mit zum Fußballspiel von meinem Bruder.“
Sein Bruder ist 22. Er spielt. Wir schauen. Aber das ist nicht alles.
Ich sehe das Lächeln bei der Frage. Die Vorfreude auf den Ball, der später zwischen uns rollt. Im Wind, auf dem Platz, dort, wo immer Wind ist. Wie jedes Jahr. Wie damals.
Da ist mehr als Spiel. Da ist Verbindung. Ein großer Bruder, der plötzlich nicht nur Spieler ist, sondern Held, Anker, Nähe. Ein Vater, der nicht organisiert, sondern einfach da ist.
Vielleicht ist das Pfingsten.
Nicht in Feuerzungen. Sondern in Blicken. Nicht im Lärm. Sondern in einem stillen Ja.
In einem Ball, der von einem Herz zum anderen rollt. In einer Gemeinschaft, die entsteht, nicht gegründet wird.
Vielleicht ist der Heilige Geist nicht laut. Sondern zärtlich wie das Lächeln eines Kindes. Und kraftvoll wie ein Windstoß auf einem Fußballplatz in Happerschoß.
Foto: Olaf Kozany · ATHECHRIST
Foto: Olaf Kozany · ATHECHRIST